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Modeglossar

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Baumwolle

Baumwolle – das sollten Sie über das interessante Stück Natur wissen

Baumwolle als Faser für Kleidung kennt jedes Kind. Längst hat das Naturprodukt alle Bereiche moderner Mode für sich erobert. Alles, was Sie über die Herstellung und die Besonderheiten sowie das tägliche naturnahe Hauterlebnis Baumwoll-Kleidung wissen müssen, erfahren Sie hier.

 

Der Stoff, aus dem die Kleidung ist: Baumwolle

Älteste Funde von Baumwoll-Bekleidung gehen auf eine Zeit vor über 6000 Jahren zurück. Bereits damals erkannten die Menschen die wertvollen Eigenschaften der kleinen weißen Faserkugeln. Neben ihrer Atmungsaktivität lässt sich Baumwolle beliebig färben und so für jeden Lebensbereich nutzen. Während die Tuchweber im England des 17. Jahrhunderts die Baumwolle zu strapazierfähigen Stoffen verarbeiteten, spielt die Produktion in Deutschland erst ab dem 19. Jahrhundert eine Rolle. Ob Spieldrang der Kleinen oder Sport-Ambitionen der Großen - moderne Baumwolle besteht die Alltagsanforderungen an Hautverträglichkeit, Reinigung und Belastung mit Bestnote. Empfindliche Haut profitiert besonders von der sehr guten Verträglichkeit dieses Gewebes. Dass Baumwolle nicht gleich Baumwolle ist, erfahren Sie hier.

 

Wie läuft der Anbau von Baumwolle ab?

Das Malven-Gewächs Baumwolle benötigt eine weitgehend frostfreie und wasserreiche Umgebung. Diese findet sie heutzutage als industriell angebaute Pflanze zu großen Teilen in China, Indien, Pakistan und den USA. Für den Anbau haben neben den vielen Wildarten lediglich die Kulturbaumwoll-Varianten Bedeutung. Sechs bis sieben Monate benötigt die Pflanze für Wuchs und Blüte. "Cotton Belt" (Baumwoll-Gürtel) werden endlos große Felder voller Baumwollblüten in den größten Anbauregionen genannt. Einst mühsame Handarbeit, übernehmen heute riesige Voll-Ernter das Pflücken von täglich 1500 kg der Roh-Baumwolle pro Maschine. Nach Abschluss von Nachreifen und Trocknen werden maschinell Samenkerne und Wachsschicht entfernt. Von 100 kg Roh-Baumwolle bleiben 35 kg verwertbare Fasern, die in die weitere Produktion gelangen.

Wie läuft die Produktion von Baumwoll-Stoffen ab?

Die Ernte wird entsprechend der Länge ihrer Fasern, des Geruchs, der Reinheit und der Farbe vorsortiert. Je nach Qualität unterschiedlich sorgfältig entwirrt und gekämmt erreichen die Fasern die Kardierungsmaschinen. Diese drücken die Fasern zu Bändern, die im Anschluss von Spinnmaschinen zu feinem Garn gezogen und gedreht werden. Riesige Webstühle fertigen die gewünschten Gewebe wie Jeansstoff und viele mehr. Dabei unterscheiden sich die Gewebe voneinander. Der hoch belastbare Denim, der als Stoff für Arbeitshosen von Levi Strauss von Amerika aus die Welt als Blue Jeans eroberte, entsteht aus mindestens zwei, meist jedoch mehr unterschiedlichen Fäden. Eingefärbte Kettfäden und ungefärbte Schussfäden kreuzen sich rechtwinklig und durchdringen einander, was für besondere Stabilität sorgt. T-Shirts aus sogenanntem Trikotstoff werden dagegen gestrickt. So entsteht die gewünschte Elastizität und es können formgenaue Stücke erstellt werden. Das internationale Baumwoll-Zeichen auf dem Etikett deklariert reine Baumwolle ohne Beimischungen. Daneben finden Sie als Kunde alle wichtigen Pflege-Hinweise für lang anhaltende Freude an dem Baumwoll-Produkt.

 

Was sind die Eigenschaften von Kleidung aus Baumwolle?

Der angenehme Tragekomfort von Baumwoll-Bekleidung entspringt der einzigartigen Natur des unverwechselbaren Grundstoffs. Zäh und flauschig-leicht zugleich umgeben die Baumwollfasern den Samenkern an der Pflanze. Die ursprünglichen Fasern saugen bis zu 20 Prozent des Eigengewichts als Feuchtigkeit auf, um den Kern zum Keimen zu bringen. Ebenso widerstandsfähig und zart auf der Haut verwöhnen Kleidungsstücke aus modernen Baumwollfasern mit der typischen temperatur- und feuchtigkeitsregulierenden Behaglichkeit. Zugleich bietet Kleidung aus Baumwolle die Möglichkeit, Hautfeuchtigkeit zu regulieren, da das fertige Gewebe bis zu 65 Prozent des eigenen Gewichts als Feuchtigkeit speichert. Die drei einzigartigen Vorteile der Baumwolle – Saugfähigkeit, Leichtigkeit und Zähigkeit – ergänzen sich zu einer unschlagbaren Kombination, die bei der Produktion attraktiver Jeans ebenso wie für hautfreundliche Unterwäsche und T-Shirts sowie langlebige Handtüchern Verwendung findet. Einziger Nachteil von Baumwoll-Bekleidung: Aufgrund geringer Elastizität neigt die Naturfaser zum Knittern.

 

Was kennzeichnet Bio-Baumwolle?

Schlagzeilen über Pestizide, übermäßige Düngung und unverantwortliche Kinderarbeit bei der Produktion von Baumwoll-Produkten werfen einen Schatten auf diese beliebte Faser. Nicht immer ist ersichtlich, wo und wie T-Shirts & Co aus Baumwolle angebaut und verwertet werden. Ursprünglich ist Baumwolle in den Tropen beheimatet, wo viel Sonne und Regen sie bestens gedeihen lässt. Da feuchte Baumwolle sich jedoch nur schwer ernten lässt, werden die professionellen Anbaugebiete in trockene Regionen verlagert. Dies erfordert wiederum eine ausgiebige Bewässerung, die gerade in diesen Landschaften problematisch ist. Vielerorts droht die Boden-Versalzung durch das übermäßige Abziehen des Wassers. Die Produktion eines einzigen T-Shirts verschlingt insgesamt die unglaubliche Menge von 2000 Litern Wasser. Deklarierte Bio-Baumwolle garantiert kontrollierten, ökologischen Anbau vom Saatgut über die biologische Düngung bis hin zur Gesund-Erhaltung der Ackerböden und des Grundwasserspiegels. Dank Mischkultur und Hand-Ernte ist Kleidung aus hochwertiger Bio-Baumwolle wie zum Beispiel die kunterbunte Babybekleidung bei bonprix frei von chemischen Pestiziden und Düngemitteln und schenkt Ihnen ein zweifach gutes Gefühl.