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Modeglossar

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Denim

Was Sie über Denim und Blue Jeans wissen sollten

Die Jeans-Hose ist schon längst nicht mehr aus dem Straßenbild wegzudenken: Vom Kindergartenkind bis zum Senior hat so ziemlich jeder eine oder gar mehrere Jeans zu Hause im Kleiderschrank – zumeist im klassischen Blau. Daneben gibt es Jeans aber auch in zahlreichen anderen Farbtönen. Denn viel wichtiger als die Farbe ist bei der Jeans der Stoff: Ohne Denim ist die Jeans keine Jeans. Warum das so ist, erfahren Sie hier.

 

Wofür steht Denim?

Das Wort Denim ist eine amerikanische verkürzte Form der Bezeichnung "Serge de Nîmes" –

 

Gewebe aus Nîmes. In der südfranzösischen Stadt wurde ein sehr robuster Stoff aus Baumwolle und Hanf gewebt, bei dem lediglich der Kettfaden mit Indigo (blauer Farbe) gefärbt war, während die Schussfäden ungefärbt blieben. Dadurch ergab sich die bis heute so typische Blaufärbung der Jeans.

 

Das Wort Jeans leitet sich dagegen von der italienischen Stadt Genua ab, die auf Französisch "Gênes" genannt wird und die im 19. Jahrhundert für ihre robusten Baumwollhosen bekannt war. Die Baumwollhosen aus Genua, aus dem robusten Stoff aus Nîmes geschneidert, wurden so zu den "Jeans", die aus "Denim" gefertigt wurden.

 

Blue Jeans – wie wurde aus der Arbeitshose ein Trendteil?

Die Geschichte der Blue Jeans begann auf den Goldgräberfeldern von San Francisco, wo ein gewisser Levi Strauss Dinge für den Alltagsbedarf verkaufte. Der Schneider Jacob Davis trat an ihn mit der Idee heran, Hosennähte mit Nieten zu verstärken, damit sie nicht ständig einrissen. Die "Nietenhose" wurde 1873 von Strauss und Davis gemeinsam patentiert. Ursprünglich wurde dabei noch robustes braunes Segeltuch verwendet, ehe die Partner zum blauen Baumwollstoff aus Nîmes wechselten, dem Denim. Der Begriff "Blue Jeans" kam erst im frühen 20. Jahrhundert auf, doch bis heute sind diese Hosen in den USA eher als "Denims" bekannt, während der Begriff Jeans zweitrangig ist.

 

Da die Jeans vor allem von einfachen Arbeitern getragen wurde, erkannten Jugendliche schon früh ihr Potenzial als Rebellion gegen die Konventionen ihrer Eltern. Junge Filmstars wie James Dean und Marlon Brando machten die Denim zu einem modischen Must-Have für Teenager weltweit. Auch in Deutschland wurden die "Nietenhosen" ein voller Erfolg und schon bald vor Ort produziert.

 

Heute gibt es Jeans in allen möglichen Schnitten und Farben, doch eines hat sich nie geändert: Die echte Jeans muss aus Denim sein.

 

Denim: Wie wird der Stoff hergestellt?

Denim ist bekannt für die Verwendung der Köperbindung, die neben der Leinwandbindung und der Atlasbindung zu den drei Grundbindungsarten für Webstoffe gehört. Die Köperbindung zeichnet sich dadurch aus, dass der Grat schräg verläuft, wobei wiederum zwischen S-Grat-Körper (von links oben nach rechts unten) und Z-Grat-Körper (von links unten nach rechts oben) unterschieden wird. Die Kettfäden (die in Längsrichtung verlaufen) sind dabei meist blau, während die Schussfäden (die quer dazu gewoben werden) weiß sind. Dadurch entsteht die typische Jeansfarbe. Wie intensiv die blaue Färbung des Denims ausfällt, hängt davon ab, wie häufig die Fäden ins Färbebad getaucht werden. Da das Garn jedoch nie vollständig durchgefärbt wird, lassen sich Jeans von Hand auswaschen oder aufhellen.

 

Während frühere Generationen ihre Jeans häufig noch mühsam von Hand bleichen mussten oder mit der Schere Löcher und Risse fabrizierten, werden Jeans heute mit vorbehandeltem Denim in allen möglichen Varianten angeboten.

 

Mit welchen Eigenschaften kann Denim punkten?

Der große Vorteil von Denim ist zunächst einmal die Belastbarkeit: Eine hochwertige Jeans zeigt kaum Alterserscheinungen und kann über Jahre hinweg ein treuer Begleiter sein. Zudem ist sie kaum modischen Schwankungen unterlegen und wird so auch nicht "out". Lediglich die Passform ändert sich immer mal wieder: So waren lange Zeit vor allem Bootcut-Hosen gefragt, ehe sie von hautengen Jeans abgelöst wurden. Sank der Hüftsaum über Jahre hinweg bis tief unter den Nabel, sind heute auch wieder Mom-Jeans gefragt, die bis zur Taille hinaufreichen.

 

Eine gute Denim Jeans kann zudem vielfältig zum Einsatz kommen – am Arbeitsplatz genauso wie in der Freizeit, auf Veranstaltungen und auf Reisen. Im Online Shop von bonprix finden Sie eine große Auswahl hochwertiger Denim Jeans für jeden Geschmack!