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Hipster

Was Sie über Hipster wissen sollten

Jung, urban und trendy das sind sie, die Hipster des 21. Jahrhunderts. Sie leben und kleiden sich sehr individuell und bilden eine Gruppe, die sich vor allem durch ihre Abgrenzung vom Mainstream einen Namen gemacht hat. Wo man Hipster vor allem antrifft und wie sie sich kleiden, erfahren Sie hier.

 

Wer oder was ist Hipster?

Als Hipster bezeichnet man junge Frauen und Männer zwischen 20 und 40 Jahren, die sich durch ihre Interessen, ihre Einstellung, ihr Verhalten und ihre Mode bewusst vom Mainstream abgrenzen. So bilden sie eine Subkultur, die vor allem in den Szenevierteln großer Städte verankert und vertreten ist.

 

Wie entstand der Trend Hipster?

Der Begriff Hipster tauchte zum ersten Mal Mitte des 20. Jahrhunderts in den USA auf: Er bezeichnete eine Gruppe von Künstlern und Intellektuellen, die ihrem Anderssein durch ihr antibürgerliches Verhalten und Aussehen Ausdruck verliehen. Zentrum des sogenannten Hipstertums war Manhattan mit seinen Theatern, Cafés, Klubs und Galerien. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wird der Begriff in Metropolen wie New York, London, Berlin oder Kopenhagen wieder aufgegriffen. Genau wie die Hipster des 20. Jahrhunderts grenzen sich auch die neuen Hipster durch ihre Lebensweise und ihren Modestil von aktuellen Trends ab und wurden damit selbst zum Trend.

 

Wie und womit definieren sich Hipster selbst?

Individuell und anders – so möchten Hipster sein. Sie zählen meist zu einer gebildeten urbanen Mittelschicht und interessieren sich für Kunst, Musik und Literatur. Sie lehnen konservative Werte ab und sind aufgeschlossen gegenüber neuen Technologien. Auf der Suche nach alternativen Lebensweisen schaffen sie ungewollt selbst Trends. So hören sie Musikgruppen, die noch keiner kennt, und tragen Designer- oder Vintagekleidung, die noch auf keinem Laufsteg Furore gemacht hat. Auf der Suche nach ausgefallenen Kleidungsstücken trifft man Hipster in Secondhand-Läden, auf Flohmärkten und in Ateliers junger unbekannter Designer. Sobald diese jedoch zum Mainstream werden, wandern die Hipster weiter zum nächsten Unbekannten.

 

Der Hipster-Trend wie kleidet sich ein Hipster?

Hipster kleiden sich betont lässig, aber auf keinen Fall nachlässig. Besonderes Kennzeichen der Hipstermode ist, dass sich Herren- und Damenmode nicht besonders voneinander unterscheiden, d. h.: Die Kleidung der Hipster ist sehr androgyn.

Absolutes Muss für alle Hipster ist die Röhrenjeans, je enger desto besser. Dazu werden T-Shirts, Hoodies oder Flanellhemden kombiniert. Während männliche Hipster eher zu figurbetonten Schnitten greifen, sollten weibliche Hipster bei den Oberteilen ein bis zwei Nummern größer kaufen. Oftmals tragen Hipster mehrere Kleidungsstücke übereinander und kombinieren Farben und Muster, die eigentlich nicht zusammenpassen. Damit betonen sie ihre Gleichgültigkeit gegenüber herkömmlichen Stilvorgaben.

Während Männer ihrem Hipstertum zudem mit dicken Brillengestellen, ausgefallenen Hüten und Mützen Ausdruck verleihen, machen sich die hippen Damen auf die Suche nach ungewöhnlichen Vintage-Kleidern mit Spitze oder Blümchenmuster. Nicht selten finden sie diese in Mutters oder Großmutters Kleiderschrank. Kombiniert werden diese Schätzchen aus alten Zeiten zu bedruckten oder farbigen Strumpfhosen. An den Füßen tragen Hipster meist abgelaufene Schuhe wie Boots, Biker- oder Cowboystiefel und Sneaker.

Unverzichtbares Accessoire für Hipster ist der Jutebeutel, den sie entweder mit Motiven oder mit Schriftzügen bedruckt stets mit sich herumtragen.

 

Und auf dem Kopf?

Wuschelhaar, Dreitagebart, Schnauz- oder Vollbärte bei den Männern, Kurzhaarschnitte, voluminöse Ponys, anrasierte Stellen oder geknotete und geflochtene Langhaarfrisuren bei den Frauen – Haare spielen beim Hipster eine große Rolle. Während bei den Männern der Out-of-Bed-Look mit strubbeligen Haaren und viel Bart angesagt ist, darf es bei den Frauen auch ruhig kürzer sein. Aber auch lange Haare, die lässig zusammengebunden werden, passen zum weiblichen Hipster-Stil. Wichtig ist, dass alles betont ungestylt wirkt, auch wenn das natürlich nicht der Wahrheit entspricht.

 

Hipster mal anders – Hose und Unterhose

Und wer bei dem Begriff Hipster an eine Unterhose denkt, liegt auch nicht falsch. Denn bevor die sich jedem Trend verweigernden jungen Großstadtmenschen zu einer Subkultur mit dem Namen Hipster wurden, dachte man bei dem Hipster gemeinhin an eine Hose oder Unterhose, die auf der Hüfte sitzt.

Während der Begriff bei der Oberbekleidung heute nur noch selten auftaucht und man eher von Hüfthosen spricht, ist die Hipster bei der Unterwäsche noch allgegenwärtig: Sie gehört neben dem Slip zu den beliebtesten Höschen-Formen. Der Hipster ist meist sehr körperbetont geschnitten, hat kleine Beinansätze und reicht nur bis unter den Bauchnabel.