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Modeglossar

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Nieten

Nieten: Hier erfahren Sie alle wichtigen Fakten zum Trendaccessoire

Nieten sind in. Längst haben sie ihr modisches Nischendasein verlassen. Ob auf Gürteln, Jacken oder Schuhen: Nieten sieht man überall. Selbst Topdesigner präsentieren nietenverzierte Kleidungsstücke auf den Laufstegen der Welt. Bringen Sie Ihr Modewissen auf den neuesten Stand. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte zu dem trendigen Accessoire.

 

Seit wann gibt es Nieten – und wer hat sie überhaupt erfunden?

Nieten sind so alt wie die Schmiedekunst an sich. Schon im Mittelalter gab es Schlagnieten für die Verbindung verschiedener Werkstücke. Dabei erinnerten die ersten Nieten eher an Metallstifte, die auf der Rückseite umgeschlagen wurden. Sie wurden zur Befestigung von Metall auf Holz verwendet, zum Beispiel für Schilde oder Streitwagen. Später wurde die zweiteilige Hohlniete erfunden. Sie entspricht in ihren Grundzügen schon den Nieten, die heutzutage bei vielen Kleidungsstücken Verwendung finden. Ihren Einzug in die Modewelt hielten die Nieten erst mit den Jeans von Levi Strauss. Ein Schneider aus Reno namens Jacob Davis kam auf die Idee, stark beanspruchte Stellen an Hosen mit Nieten zu verstärken. Zusammen mit Levi Strauss entwickelte er so die ersten vernieteten Arbeitshosen: die Jeans. Im Jahr 1873 wurden sie zum Patent angemeldet. Heute ist die Jeans in fast allen Bereichen des Lebens präsent. Und auch die Nieten haben ihren Einsatzbereich enorm ausgeweitet.

 

In welcher Szene kamen die Nieten groß raus?

Die ersten Erfolge feierte die Niete mit der Jeans. Die Jeans von Levi Strauss war Ende des 19. Jahrhunderts der Renner bei den Goldgräbern, Pionieren und Minenarbeitern. Mit der zunehmenden Verbreitung der Blue Jeans fand aber auch die Niete andere Verwendungen in der Mode. Vor allem in den Anti-Mainstream-Bewegungen waren Nieten als Verzierungen angesagt. Punk, Rock oder Gothic stehen für einen vielfältigen und exzessiven Einsatz von Nieten. Verzierte Lederjacken, Armbänder, Halsbänder, Hosen und Schuhe – nichts war vor der Gestaltung mit Nieten sicher.

 

Gibt es verschiedene Arten von Nieten?

Die kreative Welt der Mode hat die Niete als stylishes Accessoire kontinuierlich weiterentwickelt. Heute gibt es daher viele unterschiedliche Arten von Nieten auf dem Markt. Die klassische Hohlniete besteht aus einem Kopfteil und einem Nietteil. Durch ein vorgestanztes Loch werden sie mit einem kräftigen Hammerschlag verbunden. Dabei gibt es ganz verschiedene Nieten. Kupfer, Stahl und Messing sind zum Beispiel übliche Materialien mit unterschiedlichen Optiken. Ziernieten zeigen eine schier unerschöpfliche Vielfalt an Formen und Mustern. Nieten in Sternform sind zum Beispiel besonders beim Militarylook angesagt. Daneben gibt es geometrische oder florale Muster. Nieten mit Symbolen oder lustige Nieten ergänzen das breite Sortiment. Conchos wiederum sind Nieten, deren Teile sich einfach miteinander verschrauben lassen. Und Glitzernieten werten Kleidungsstücke mit funkelnden Effekten auf.

 

Vielfältiger als man denkt: Wo werden Nieten in der Mode überall eingesetzt?

Heutzutage sind Nieten in den meisten Modestilen salonfähig. Dabei ist prinzipiell jedes Kleidungsstück für die Dekoration mit Nieten geeignet. Vor allem auf festen Materialien ist die Verwendung von Nieten sinnvoll. Leder und robuste Jeansstoffe sind zum Beispiel ideal für den Nieten-Look. Daher sind Gürtel, Armbänder, Taschen und Schuhe mit Nietenverzierungen immer noch weit verbreitet. Daneben sind aber auch Bikinis, Tops oder dünne Schals mit einem trendigen Nieten-Design erhältlich. Es gibt schlicht nichts, das es nicht gibt.