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Modeglossar

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Taupe

Taupe ist eine tolle Farbe. Aber welche genau?

Gerade in den letzten Jahren taucht der Begriff 'Taupe' immer wieder als Farbbezeichnung in Modezeitschriften, Modeblogs und auf den Laufstegen der Welt auf. Der genaue Farbton lässt sich aber gar nicht so leicht beschreiben oder exakt definieren. Wir wagen einen Erklärungsversuch.

 

Was bedeutet Taupe?

Das Wort 'taupe' kommt aus dem Französischen und bedeutet Maulwurf. Und genauso sieht die Farbe auch aus: braungrau. Diese Farbbezeichnung gibt es schon seit Anfang der 1940er Jahre. Aber erst seit ungefähr 2010 hat dieses Chamäleon unter den Modefarben seinen Siegeszug in der Modewelt angetreten.

 

Wie wird Taupe ausgesprochen?

Da das Wort aus dem Französischen kommt, wird es ganz korrekt auch französisch ausgesprochen, nämlich [toop]. Mittlerweile hört man aber auch oft die englische [toʊp] und sogar die deutsche Aussprache.

 

Wie wird der Farbton Taupe definiert?

Der Duden definiert 'Taupe' als 'maulwurfsgrau, braungrau'. Wikipedia beschreibt 'Taupe' als "eine dunkle graue Farbe, die mit Farbstich ins Graue und Braune geht" bzw. als "ein warmes dunkles Grau", räumt jedoch ein, dass es keine einheitliche, allgemein anerkannte Definition für diese Farbe gibt.

 

Nicht klar definiert wie viele Nuancen von Taupe gibt es?

Tatsächlich - der Farbton Taupe ist wie das Fell des Maulwurfs, das viele unterschiedliche Nuancen haben kann, einfach nicht eindeutig zu packen. Wie alle Farben, die in der Natur vorkommen, ist auch Taupe in vielen möglichen Schattierungen denkbar und präsentiert sich zwischen einem dunklen Anthrazitbraun am einen und einem hellen Beige-Grau am anderen Ende der Skala in allen möglichen Zwischentönen mit Gelb-, Purpur-, Violett- oder Blauanteilen. So lässt sich auch erklären, warum Taupe in jeder Modesaison immer wieder anders aussieht: Mal ist es ein rosastichiges Grau-Braun, dann ein gräuliches Lila-Braun und dann wieder ein helles Beige-Rosé.

Auch die Farbe des berühmten Chanel-Nagellacks 'Particulière' wurde als Hype des Jahres 2010 vielfach mit dem Farbton 'Taupe' beschrieben.

 

Wozu passt das eigenwillige Taupe am besten?

Taupe ist also der Verwandlungskünstler unter den Farben: Es ist extrem anpassungsfähig, passt je nach Farbschattierung zu jeder Haut-, Haar- und Augenfarbe und lässt sich immer wieder neu kombinieren.

Taupe passt hervorragend zur Palette der Erd- und Naturfarben wie Schlamm, Sand, Ocker, Braun, Beige, Rost, Moos- und Schilfgrün sowie Kaki. Außer zu zarten Pastells, die Taupe erdrücken würde, verträgt es sich mit allen denkbaren Farbkombinationen. Fein und businesslike zu Weiß und Schwarz, edel zu Jeans und allen anderen Blautönen oder zurückgenommen in Kombination mit dem Military Look. Je nach Rot- oder Blauanteil lässt es sich mit Gold- oder Silberschmuck kombinieren.

 

Sommer, Winter oder Herbst in welcher Jahreszeit blüht Taupe auf?

Das satte, weiche und schmeichelnde Taupe ist eine ideale Farbe für Herbst und Winter und lässt sich sehr gut zu anderen Herbstfarben wie einem satten Grün, einem warmen Orange oder einem kräftigen Braun tragen. Im Winter nimmt es ein kräftiges Schwarz oder Weinrot dezent zurück. Und die harmonische Kombination von Taupe mit Grau, Anthrazit oder Beige ist ohnehin immer unschlagbar.