Lieferkettenmanagement

Wisst ihr, durch welche Hände ein T-Shirt auf seiner Reise geht?

Ja, wir wissen schon einiges – das ist uns aber nicht genug. Bis so ein T-Shirt zum Beispiel in einem unserer Shops oder online von Dir gekauft werden kann, hat es oft schon eine lange Reise hinter sich. Wir bekommen unsere Kleidung, Möbel und Heimtextilien von über 400 Lieferanten aus mehr als dreißig Ländern aus der ganzen Welt. Mit unseren wichtigsten Partnern haben wir Geschäftsbeziehungen von durchschnittlich ca. 10 Jahren. Das schafft genau die richtige Basis, um gemeinsam Verbesserungen herbei zu führen. Für uns ist das essentiell: Vertrauen und gegenseitiges Verständnis. 

Unser Anspruch ist, die wesentlichen Produktionsbedingungen und -beteiligten in der Herstellung der Einzelbestandteile unserer Produkte zu kennen. Nur so können wir sicherstellen, dass unsere sozialen und ökologischen Standards in der Lieferkette eingehalten werden. 

Im ersten Schritt haben wir dafür eine solide Basis geschaffen, indem wir unsere direkten Lieferanten und deren Fabriken durch das Sozialprogramm oder das Chemikalienmanagement überprüfen und unterstützen. In einem zweiten Schritt starten wir damit, Transparenz auch in der tieferen Lieferkette zu schaffen: Wir haben uns zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit fünf unserer wichtigsten Lieferanten die jeweiligen Zulieferer offenzulegen. Erst dann können wir die größten Risiken auf sozialer, ökologischer und ökonomischer Ebene in der Vorkette identifizieren und gemeinsam beheben. Die textile Lieferkette ist jedoch noch immer sehr komplex. Wir haben begonnen, gemeinsam mit unseren Lieferanten die ersten Fragen zu beantworten, und dennoch sind viele noch offen. Zusammen mit unseren Partnern werden wir die relevante Vorkette durchleuchten und einen Prozess entwickeln, der auf alle anderen Lieferanten übertragbar ist.

Wie sieht denn zum Beispiel so eine Reiseroute aus?

So eine Reise beginnt eigentlich immer bei uns in Hamburg in der Haldesdorfer Straße. Dort entwickeln unsere Design- und Einkaufsteams erst einmal den Look und Style des T-Shirts. Währenddessen wächst schon die Baumwolle heran. Nachdem sie geerntet wurde, wird die Baumwolle beispielsweise nach Indien transportiert. Dort wird der Rohstoff zum Stoff: Aus Fasern wird Garn gesponnen, das Garn wird zu Stoff verarbeitet, aus dem Stoff wiederum wird das T-Shirt genäht. Damit ist unser T-Shirt fast am Ziel. Den letzten Teil seiner Reise legt es zusammen mit vielen anderen Produkten in einem Containerschiff zurück, bis es in einem norddeutschen Hafen vor Anker geht und in unser Lager transportiert wird. ‚Endlich zu Hause’ ist so ein T-Shirt aber eigentlich erst, wenn es von Dir getragen wird.

Die Reiseroute eines T-shirts

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Design der Kleidung

Anbau der Baumwolle

Spinnen der Fasern zu Garn

Verarbeitung zum T-Shirt

Verschiffung des T-Shirts

Worauf kommt es bei einer nachhaltigen Produktion eigentlich an?

Das ist in einem Satz gar nicht zu beantworten. Viele Aspekte sind relevant, wenn es darum geht, unsere Produkte nachhaltig zu produzieren: Der Einsatz von nachhaltigen Materialien oder umweltfreundlichen Prozessen, der sichere Einsatz von Chemikalien oder auch die Arbeitsbedingungen vor Ort zählen dazu. Für uns ist es wichtig, deswegen den Blick auf das Zusammenspiel all dieser Aspekte zu werfen und gemeinsam mit unseren Partnern zu definieren, wie die Herstellung unserer Produkte nachhaltig sein kann. Durch Maßnahmen wie das Sozialprogramm, das Chemikalienmanagement oder den Einsatz neuer Technologien konnten wir schon an vielen Stellen Fortschritte erzielen. Darauf aufbauend möchten wir jedoch noch größer denken und weitere Nachhaltigkeitsaspekte systematisch integrieren. Gemeinsam mit einem unserer wichtigsten Lieferanten zeigen wir, wie eine vorbildlich nachhaltige Produktion aussieht, in der soziale, ökologische und ökonomische Aspekte berücksichtigt sind. Am Ende profitiert davon jeder - wir, unsere Partner und unsere Kunden -, denn nachhaltig zu produzieren, bedeutet vor allem, fair, umweltschonend und effizient zu produzieren. Jetzt und in Zukunft. 

Luftbild eines Containerterminals, © getty, Fotograf: Teun van den Dries