DIY-Tutorial: Denim Summer Style

Ob Boyfriend oder Röhre, ob Stone Washed oder Dark Denim, als Latzhose oder Overall – längst ist die Jeans zu DEM Mode-Klassiker schlechthin geworden. Lässig kombiniert mit Turnschuhen oder ladylike zu Pumps, sie ist einfach vielseitig und vor allem super bequem. Und genau deshalb lieben wir sie so sehr! Doch wie in der Modewelt üblich, verändern sich die angesagten Trends rasant. Um modisch up to date zu sein, braucht es allerdings nicht immer gleich eine neue Jeans, ein kleines Umstyling genügt häufig schon. Und im Nu wird aus einer gewöhnlichen Jeanshose oder einem schlichten Jeansrock ein cooles und angesagtes Unikat. Im ersten Teil unserer Do-it-yourself Jeans Customizing Tutorials zeigen Euch unsere Fashion-Bloggerinnen Genevieve und Karen, wie Ihr Euren individuellen Denim Summer Style ganz einfach selbst kreieren könnt.


#1 Ripped Jeans

Heute möchte ich Euch zeigen, wie Ihr Eure eigene Ripped-Jeans für den Sommer gestaltet. Wer hat nicht irgendwo im Kleiderschrank eine Jeans liegen, die irgendwie ein bisschen langweilig ausschaut, oder einfach ihren Reiz verloren hat? Mit ein paar einfachen Tipps & Tricks könnt Ihr Eure alte Jeans etwas aufpeppen und fit für den bevorstehenden Sommer machen.

Was ihr dafür braucht:

-          Schere

-          Skalpell oder scharfes Messer

-          Raspel

-          Bleistift

-          Pinzette

-          Zeit & Geduld 

Natürlich gibt es viele Möglichkeiten eine Jeans aufzupeppen. Neben ripped und destroyed, kann man seine Jeans auch mit Perlen, Nieten etc. verschönern. Je nachdem, für welchen Anlass ihr sie gestalten möchtet und wie auffällig man es mag. Ich möchte Euch in den nächsten Schritten zeigen, wie Ihr einen coolen Ripped-Style gestalten könnt.

Schritt 1: einzeichnen & markieren

Ich markiere die Stellen, die ich später aufrauen möchte. Zieht die Jeans dazu am besten vorher an und zeichnet die Stellen mit einem Bleistift ein, damit am Ende auch jede Stelle dort sitzt, wo Ihr sie haben möchtet.

Schritt 2: einschneiden

Da ich gerne die Knie aufrauen möchte, habe ich mir vorher die Stelle eingezeichnet. Nun halte ich den oberen Jeansstoff mit zwei Fingern fest und schneide ihn kurz mit der Schere ein. Achtet auf jeden Fall darauf, dass Ihr nicht beide Stoffseiten einschneidet!

Mein Tipp: Versucht Euch erst an ein paar Stoffresten, die Ihr vielleicht von einer alten Jeans habt. So könnt Ihr üben und schauen, was Euch am besten für Eure Jeans gefällt und wie es Euch gelingt.

 

Danach schneide ich mehrere Stellen untereinander ein. Hier könnt ihr Euch aussuchen, wie viel ihr einschneidet, je nachdem wie groß die aufgeraute Stelle später am Knie sein soll.

Schritt 3: Jeansfäden herausziehen

Nun ziehe ich mit einer Pinzette die einzelnen Jeansfäden heraus, versuche dabei aber den Elasthanfaden nicht zu beschädigen. Je nachdem, wie dick Eure Jeans ist und wie viel Jeansstoff verwebt wurde, kann dies leichter oder schwerer gehen.

Jeder Elasthanfaden verhält sich auch anders, daher kann Euer Ergebnis optisch stark abweichen. Einige Fäden sind etwas fester und stabiler; sind also etwas besser als Faden erkennbar. Andere dünnere Fäden kräuseln sich stark. Aber jede Jeans ist schließlich ein Unikat.

Das Rauszupfen der einzelnen Fäden ist etwas zeitintensiver und erfordert Geduld. Also lasst Euch nicht unterkriegen, ein Ende ist schnell in Sicht.

Achtet auch darauf, dass Ihr die Elasthanfäden nicht zu sehr strapaziert, sonst ziehen sie sich leicht zusammen, was am Ende nicht sehr schön aussieht!

Fertig! Nun habt Ihr Eure erste eigene Ripped-Jeans selbst gemacht. Wie viele Stellen Ihr aufraut und ob Ihr noch Verzierungen anbringt, ist ganz Eure Entscheidung. Da ich es eher dezenter mag, habe ich mich nur für die eine Variante entschieden und beide Knie so gestaltet. Wer es etwas auffälliger mag, kann zusätzlich am Oberschenkel oder an den Hosentaschen jeweils mit der Feile den Stoff leicht aufrauen.

In diesem Sinne: Seid kreativ & habt Spaß! 

Eure Genevieve von Facility in Fashion


#2 Jeansrock im 70er Jahre Stil

Da die 70er ja voll im Kommen sind und der Hippie-/ Bohemian-Style diesen Sommer total angesagt ist, habe ich mich dazu entschlossen, einen gewöhnlichen Jeansrock zu nehmen und ihn mit Fransen und bunten Bändern etwas zu pimpen - passend zu den 70er Jahren eben. Zeitlich solltet Ihr ca. 4 Stunden für das „Umstyling“ einplanen. Dieses DIY ist sehr einfach, Ihr könnt deshalb eigentlich gar nichts falsch machen. Außerdem braucht Ihr keinerlei Näherfahrung. Und jetzt zeige Ich Euch, wie Ihr ohne großen Aufwand in drei Schritten ein neues Sommer-Must-Have ganz einfach selber machen könnt.

Was ihr dafür braucht:

-          Schere

-          Nadel

-          Nähgarn

-          Bänder

-          und wer möchte noch etwas Spitzes/Scharfes um die Löcher zu vergrößern

Schritt 1: Naht lösen

Zunächst habe ich mit einer Schere die Naht unten am Rock gelöst.

Schritt 2: Fransen schneiden

Danach habe ich in 1,5 cm Abständen Schnitte gesetzt, um den Jeansstoff leichter einreißen zu können. Durch das vorherige Öffnen des Saums ist hier eine offene Kante entstanden, aus der einzelne Fäden des Stoffes herausschauen. Die einzelnen Fäden müsst Ihr dann einfach auseinanderziehen bzw. „aufribbeln“, damit es eine Art Volant ergibt. Dieser Schritt ist am aufwendigsten und dauert am längsten. Aber es lohnt sich!

Schritt 3: Bänder annähen

Als nächstes werden die Bänder an den Saum genäht. Ich habe mir mehrere Bänder zur Auswahl besorgt, entschieden habe ich mich für das dunkelblaue Spitzenband und ein buntes Band im 70er Jahre Stil. Die Bänder einfach oberhalb der Naht anlegen und mit einer Sicherheitsnadel fixieren, dann fällt das Annähen leichter. Danach einfach mit einer Nadel oder der Nähmaschine die Bänder annähen. Was die Farbe der Bänder betrifft, kann man eigentlich nehmen was man möchte, alles was einem gefällt, denn Hippie/Bohamian ist bunt und verspielt! Zu schrill geht also gar nicht. 

Das Endergebnis:

Tadaaa, und schon ist der stylische Rock im Bohemian-Stil fertig. Kombinieren könnt ihr dazu entweder eine Jeansbluse, die ein bisschen dunkler als der Rock ist oder eine weiße Bluse wie auf meinem Bild. Farblich geht aber auch alles aus der Blau-Familie, Creme oder Rostorange - wer das mag. Ich würde den Rest des Outfits eher schlicht halten, weil der Rock der Hauptakteur ist und genug Schwung ins Outfit bringt. Als Faustformel gilt: Je schriller der Rock ist, desto einfacher sollten Oberteil, Schuhe und Accessoires dann ausfallen.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Eure Karen von dearKarL

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