Was ist Modal?

Hier erfährst Du alles über das Material!
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Modal: Wissenswertes rund um den seidigen Stoff

Wenn Mode nicht nur großartig aussieht, sondern auch tragbar und bequem ist, verdanken wir das den neuesten technologischen Errungenschaften bei der Textilproduktion. Modal gehört zu diesen modernen Hightech-Fasern. Du erkennst es am seidigen Glanz, den strahlenden Farben und der glatten Oberfläche. Der Stoff ist weich, atmungsaktiv und robust. Was macht Modal außerdem aus? Wie wird es hergestellt und wie pflegst Du es richtig? Die Antworten auf diese und weitere Fragen erhältst Du hier!
Modal ist ein Gewebe, das mithilfe von chemischen Prozessen aus Buchenholz hergestellt und zu unterschiedlichen Kleidungsstücken verarbeitet wird. Es vereint die Vorteile von natürlichen und synthetischen Fasern. Denn der Stoff bietet…
…was fürs Auge
Egal, ob einfarbig oder gemustert: Das Material glänzt leicht. Farben strahlen brillant und Drucke kommen super zur Geltung. Zudem ist Mode aus Modal formbeständig, sodass sie mit einer guten Passform und optimalem Sitz überzeugt.
…ein gutes Gefühl
Die glatte, weiche Oberfläche fühlt sich auf Deiner Haut herrlich zart an – übrigens selbst dann, wenn der Stoff schon häufig gewaschen wurde. Er fällt fließend und erinnert an Seide. Somit bietet er sogar Personen mit sensibler Haut hohen Tragekomfort. Da reines Modal vegan ist, eignet es sich außerdem für alle, die allergisch auf tierische Fasern wie beispielsweise Schurwolle reagieren.
Modal ist eine regenerierte Zellulosefaser mit hoher Reißfestigkeit. Sie wird mithilfe von chemischen Prozessen aus Buchenholz hergestellt und zu unterschiedlichen Kleidungsstücken verarbeitet.
Modal ist eine regenerierte Zellulosefaser mit hoher Reißfestigkeit. Sie wird mithilfe von chemischen Prozessen aus Buchenholz hergestellt und zu unterschiedlichen Kleidungsstücken verarbeitet.

Woher kommt Modal und wie wird es hergestellt?

Die Industrialisierung vieler Herstellungsprozesse in den 1950er Jahren machte auch vor der Textilbranche keinen Halt. Während man sich zunächst auf die großmaschinelle Herstellung von textilen Flächen und deren Verarbeitung konzentrierte, forschten Wissenschaftler seit den 1980er Jahren intensiv an der Gewinnung neuer Fasern.
Die Gesetze zum Anbau natürlicher Rohstoffe wie Baumwolle oder Leinen wurden immer komplexer. Zudem wurde der Wunsch nach besseren Material-Eigenschaften seitens der Konsumenten größer. Daher wurden in der Mode zunehmend mehr chemische Fasern wie Polyester oder Polyamid eingesetzt. Zeitgleich forschte man nach neuen Stoffen auf Basis natürlicher Rohstoffe.
Es dauerte nicht lange, bis Modal entstand und die Modewelt eroberte. Im Gegensatz zu den klassischen Kunstfasern wird das innovative Material aus Buchholz gefertigt – einem natürlichen, nachwachsenden Rohstoff. Das Holz wächst in Mitteleuropa, sodass die Transportwege kurz gehalten werden können. Deswegen wird Modal häufig als nachhaltige Faser bezeichnet. Allerdings solltest Du auch wissen, dass bei der Herstellung chemische Mittel zum Einsatz kommen.
Der Herstellungsprozess ist recht komplex, daher umreißen wir ihn grob: Zuerst wird das Rohmaterial entrindet, zu kleinen Spänen verarbeitet und aufbereitet. Die Zellulose des Buchenholzes wird durch ein maschinelles Spinnverfahren zu Fasern gesponnen. Dabei kommen Natronlauge und weitere Chemikalien zum Einsatz. Die Vorgänge werden rein industriell durchgeführt, sodass Modal als synthetische Faser mit natürlicher Herkunft bezeichnet werden kann.
Modal ist eine synthetische Faser mit natürlicher Herkunft. Sie besitzt eine hohe Saugfähigkeit, eine höhere Festigkeit und einen sehr glatten Faden.
Modal ist eine synthetische Faser mit natürlicher Herkunft. Sie besitzt eine hohe Saugfähigkeit, eine höhere Festigkeit und einen sehr glatten Faden.
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Wo wird Modal eingesetzt?

Modal ist ein atmungsaktives Gewebe. Daher wird das Material vor allem bei Textilien verwendet, die figurnah geschnitten sind oder mit der Haut in Kontakt kommen. Einige Beispiele:
➜ Wäsche
➜ Homewear
➜ T-Shirts
➜ Bettwäsche
Modalfasern zeichnen sich durch kühlende Eigenschaften aus, nehmen viel Feuchtigkeit auf und sind atmungsaktiv. Daher eignet sich das Material gut für leichte Sommer-Mode, Outdoor-Bekleidung und Sportwäsche. Menschen, die beim Schlafen viel schwitzen, finden Modal-Stoff oft angenehm. Wer schnell friert, sollte auf wärmere Materialien wie beispielsweise Fleece setzen, weil kaum warmhält.
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Welche Eigenschaften hat Modal?

Vorteile und Nachteile von Modal im Überblick
Der natürliche Ursprung von Modal macht die Faser so einzigartig. Die Eigenschaften der Faser sind denen der Viskose sehr ähnlich. Modal ist elastisch und formbeständig. Das sorgt dafür, dass die Faser auch nach vielen Waschgängen weich und angenehm tragbar bleibt. Zudem ist Modal knitterarm ("bügelleicht").
Der große Vorteil, der für den hohen Tragekomfort sorgt, ist allerdings die hohe Feuchtigkeitsaufnahme von Modal. Zusammen mit der Hitzbeständigkeit ist Modal deshalb die ideale Faser für alle Textilien, die körpernah getragen werden sollen.
✅ Modal ist auch nach vielen Waschgängen elastisch und formbeständig.
✅ Die Oberfläche ist weich und zeichnet sich durch einen seidigen Glanz aus.
✅ Modal ist saugfähiger als Baumwolle.
✅ Das Material ist atmungsaktiv, hitzebeständig und strapazierfähig.
✅ Der pflegeleichte Stoff lässt sich problemlos in der Maschine waschen.
✅ Modal hat einen natürlichen Ursprung und ist häufig sogar kompostierbar.
✅ Es ist ideal für Kleidung, die Du nah am Körper trägst.
✅ Es eignet sich für Personen mit empfindlicher Haut.
✅ Die Herstellung erfolgt ohne fossile Rohstoffe.
✅ Vergleichsweise geringer Energie- und Wasserverbrauch bei der Herstellung.
❌ Modal ist wenig geeignet für kalte Wintertage, weil es kaum wärmt.
❌ Zur Herstellung der Modalfasern sind chemische Stoffe notwendig.
❌ Das Material ist weniger robust als Kunstfasern wie Polyamid und Polyester.

Pflege-Tipps für Modal: So pflegst Du das Textil richtig

Ein Tipp vorab: Schneide das Pflegeetikett nicht einfach ab! Lies es vorher durch und halte Dich an die Pflegehinweise. So verlängerst Du die Lebensdauer Deiner Kleidung aus Modal und sorgst dafür, dass die Oberfläche langfristig glatt bleibt und sich nicht abnutzt. Textilien aus diesem Stoff sind angenehm pflegeleicht:
➜ Ist auf dem Pflegeetikett nichts Anderes vermerkt, reinigst Du sie bei 30 Grad Celsius in der Waschmaschine.
➜ Wähle am besten ein Kurzprogramm und reduziere die Schleuderzahl auf 600 Umdrehungen. Du kannst die Kleidungsstücke außerdem in ein Wäschenetz geben, um das Material zu schonen.
➜ Der Stoff ist knitterarm. Sollte es doch einmal nötig sein, bügelst Du Modal-Gewebe mit Wasserdampf auf niedriger bis mittlerer Stufe.

Häufige Fragen rund um die Hightech-Faser Modal

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Ist Modal synthetisch?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten. Warum? Modal basiert auf dem nachwachsenden, natürlichen Rohstoff Buchenholz, das mithilfe von chemischen Prozessen weiterverarbeitet wird. Modal ist demnach der Hybrid unter den Textilien und wird oft als „chemische Naturfaser“ oder „Chemiefaser mit natürlichem Ursprung“ bezeichnet.

Ist Modal nachhaltig?

Das Material gilt als umweltfreundlich, weil die Herstellung der Fasern weniger Wasser und Energie benötigt als beispielsweise Baumwolle. Im Vergleich zu Kunstfasern wird das Material außerdem ohne Erdöl und Erdgas produziert. Dennoch solltest Du nicht vergessen, dass Modal mit Chemikalien hergestellt wird, die die Umwelt belasten.
Besonders nachhaltig ist TENCEL™ Modal. TENCEL™ bezeichnet eine Marke der Firma Lenzing. Dieser Stoff wird komplett an einem Standort hergestellt und basiert auf Holz, das nicht zur Möbelproduktion verwendet werden kann. Es entstehen kaum Abfallprodukte und die chemischen Stoffe werden zu 95 Prozent wiedergewonnen.
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Ist Modal vegan?

Ja, denn bei der Herstellung von Modal kommen Buchenholz und chemische Stoffe, aber keine tierischen Produkte zum Einsatz. Das bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass Deine Kleidung auch vegan ist. Denn Modal wird oft mit anderen Materialien kombiniert. Ist Schurwolle von Schafen beigemischt, kann die Kleidung nicht mehr als vegan bezeichnet werden. Achte außerdem auf andere tierische Produkte, die sich am Kleidungsstück befinden könnten: etwa Knöpfe aus Perlmutt oder Patches aus Leder. Beinhaltet das Materialgemisch dagegen nur Modal und Baumwolle, können die Textilien als vegan bezeichnet werden.

Was ist der Unterschied zwischen Modal und Viskose?

Beide Materialien werden aus Holz gewonnen. Während Modal auf Buchenholz basiert, wird Viskose aus Bambus oder Eukalyptus hergestellt. Zudem werden andere Chemikalien zur Verarbeitung verwendet. Was bedeutet das für Dich und Deinen modischen Alltag? Im Sommer kannst Du nichts falsch machen, wenn Du Kleidung aus Viskosefasern mit ihrer glatten Oberfläche und den kühlenden Eigenschaften trägst.
Modal bringt dieselben Eigenschaften mit. Es ist außerdem langlebiger, fester, griffiger und neigt weniger dazu, einzugehen oder Knötchen zu bilden. Deshalb wird der Stoff oft als die „bessere Viskose“ bezeichnet. Modal ist übrigens dehnbarer und knitterarmer als Baumwolle. Im Gegensatz zu Polyester sind die Fasern atmungsaktiver.
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