Strategie & Governance

Das Ziel ist klar: Die Modeindustrie muss transparent, kreislauffähig und klimaneutral werden – nicht nur im Nischen-Segment. Dafür haben wir unsere Vision 2030 formuliert: 100% nachhaltige Produkte. 100% klimaneutrales Unternehmen. 100% Transparenz in unserer Lieferkette. 

Diesen Wandel möchten wir mit positive choice in vier Handlungsfeldern mitgestalten. Unsere Ziele gelten bis 2025 und sind entscheidende Meilensteine diese Vision zu verwirklichen.

Mit positive product setzen wir auf ein Design, das die Wiederverwendung, das Recycling und die Nutzung nachhaltiger Materialien und Verpackungen optimiert – um unserer Kundin ein rundum positives Shopping-Erlebnis zu bieten.

Unsere wichtigsten Ziele bis 2025:

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      Im Bereich positive making arbeiten wir daran, unsere Produkte mit möglichst wenig Klimaemissionen, Wasser- und Chemikalienverbrauch und Abfallaufkommen herzustellen – denn smarte Mode spart Ressourcen.

      Unsere Ziele bis 2025:

      • 40% weniger CO2-Emissionen zum Basisjahr 2018
      • Identifikation von Wasserrisiken und Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Reduktion
      • Ausschluss schädlicher Chemikalien aus der Produktion unserer strategischen Lieferanten
      • 0% physische Samples in der Produktentwicklung

      Mit positive view bringen wir Transparenz in unsere Lieferketten, um unsere Produkte vom Shop bis hin zur Faser rückverfolgen zu können – für uns und unsere Kundin. Denn Transparenz ist für uns die Basis, um nachhaltige Veränderungen in der Lieferkette anzustoßen.

      Unsere Ziele bis 2025:

      • Transparente Lieferkette bis zur Faserherstellung bei unseren strategischen Lieferanten
      • Rückverfolgbarkeit für unsere Kundin
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        positive partners – so sehen wir uns und unsere Lieferanten. Wir wollen, dass die Existenz der Menschen, die an der Herstellung unserer Produkte beteiligt sind, durch ihre Arbeit nachhaltig gesichert ist. Ein wichtiger Hebel dafür sind Living Wages, also Löhne, die auch die soziale und kulturelle Teilhabe ermöglichen. Von ihnen würden vor allem Frauen profitieren, denn die meisten Beschäftigten in unserer Lieferkette sind weiblich. Mit der Unterstützung und dem Training der Menschen in unserer Lieferkette liefern wir deshalb auch einen wertvollen Beitrag zur Geschlechtergerechtigkeit.

        Unsere Ziele bis 2025:

        • Entwicklung eines future fit Trainingsprogramms für Lieferanten, mit dem wir 50.000 Arbeiter*innen bis 2030 erreichen wollen
        • Transparenz über und Verbesserung von Arbeitsbedingungen in der Vorkette  bei unseren strategischen Lieferanten
        • Förderung von Living Wages gemeinsam mit Branchenpartnern

        Impactanalyse. Ausgangspunkt unserer CR-Strategie sind regelmäßige Impactanalysen. Die Basis dafür liefert der ImpACT-Managementansatz der Otto Group. In einem dreistufigen Prozess werden zunächst die Auswirkungen („impact“) der Geschäftstätigkeit auf Mensch und Umwelt analysiert, anschließend bewertet und dann geeignete Maßnahmen („act“) umgesetzt. Als Rahmenwerk für den Prozess dienen unter anderem die 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (SDGs). Wichtige Erkenntnisse liefern darüber hinaus der Austausch mit relevanten Stakeholdergruppen in Multi-Stakeholder-Initiativen.

        Die daraus abgeleiteten Ziele der Otto Group werden anschließend in unsere eigene Strategie überführt. Gleichzeitig nutzen wir die qualitativen und quantitativen Erkenntnisse aus dem Prozess, um weitere Ziele für bonprix abzuleiten und unsere Maßnahmen zu bewerten und zu priorisieren.   

        Steuerung. Die Entwicklung und Erfolgsmessung unserer Strategie erfolgt im Bereich Corporate Responsibility & Technical Product unter der Leitung von Stefanie Sumfleth. Das CR-Team legt die strategischen Leitplanken fest, die Umsetzung erfolgt in allen Bereichen wie Product Management, Sourcing, Logistics und zunehmend stärker auch im Brand Management und Marketing. Kurz: bei allen, die daran beteiligt sind, unserer Kundin Produkte vom Rohstoff bis in den Kleiderschrank bereitzustellen. Zur besseren Vernetzung haben wir in allen Bereichen sogenannte CR-Multiplikator*innen benannt, die das Themenfeld Nachhaltigkeit in ihren Teams vorantreiben, und arbeiten in interdisziplinären Projektteams zusammen.

        Verankert ist die Verantwortung für CR-Themen in der Geschäftsführung bei Rien Jansen. Ein CR-Board stellt die Verknüpfung zur Otto Group und der Otto Group CR-Strategie sicher. Denn am Ende läuft alles beim Konzernvorstand der Otto Group zusammen.

        Lieferanten und Märkte. Um Veränderungen in der Lieferkette umzusetzen, sind unsere Lieferanten unsere wichtigsten Partner. Deshalb haben wir Nachhaltigkeit in unserem Lieferanten-Bewertungssystem, der Vendor Score Card, fest verankert. Insgesamt werden aktuell 30% der Punkte für Transparenz sowie für ökologische und soziale Aspekte vergeben. Unsere Vendor Score Card überprüfen wir in regelmäßigen Abständen hinsichtlich der Aufnahme neuer, messbarer Nachhaltigkeitsfaktoren. Eine gute Performance und die Erfüllung unserer Nachhaltigkeitsanforderungen sind unter anderem Voraussetzung für strategische Partnerschaften mit unseren Lieferanten. Sie profitieren von langfristiger Planungssicherheit und guten Konditionen. So schaffen wir Anreize und belohnen das Engagement unserer Partner. Das Ergebnis: Mit vielen unserer strategischen Lieferanten arbeiten wir seit über 15 Jahren vertrauensvoll zusammen. 

        Wichtiges Bindeglied zu den lokalen Märkten bildet Otto International (oi). Unsere konzerneigene Sourcing-Agentur stellt sicher, dass dort Themen und Zielgruppen effektiv vor Ort adressiert werden können. Koordiniert wird die Umsetzung unserer CR-Strategie positive choice bei oi über eine zentrale Position. Die Schnittstelle zum Lieferanten sind unsere lokalen bonprix-Teams bei oi. Sie sorgen dafür, dass unsere CR-Themen integraler Teil der täglichen Zusammenarbeit sind.

        Otto Group. Als Teil der Otto Group sind wir eng in die konzernweiten Strukturen und Prozesse eingebunden, mit denen die Otto Group in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten wirtschaftliches Handeln mit sozialer und ökologischer Verantwortung verbunden hat. Dort, wo wir gemeinsam mehr erreichen können, setzen wir auf konzernweite Maßnahmen. Beispiele dafür sind das Otto Group Sozialprogramm, gemeinsame Richtlinien – etwa zum Umgang mit Heimarbeit, Unterauftragsvergabe oder geflüchteten Beschäftigten – sowie gruppenweite Anforderungen zum Einsatz von Chemikalien oder zum Tierwohl sowie der Bekämpfung von Korruption und unlauterer Vorteilsnahme. Auch beim Beschwerdemechanismus setzen wir auf ein einheitliches Vorgehen im Konzern.