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Modeglossar

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Modal

Natürlich, modern, modisch - Alles, was Sie über Modal wissen sollten

Wenn Mode nicht nur großartig aussieht, sondern auch vollkommen tragbar und bequem ist, verdanken wir das neuesten technologischen Errungenschaften. Während Kleidung in ihren Ursprüngen starr, unbequem und kratzig war, erfreut sich die Modewelt heute an Top-Designs bei vollem Tragekomfort. Modal gehört zu den modernen Fasermaterialien, die diesen Wohlfühlfaktor ermöglichen. Erfahren Sie mehr!

 

Die Geschichte des Modal-Stoffs - Woher kommt er?

Die Industrialisierung vieler Herstellungsprozesse in den 1950er Jahren machte auch vor der Textilbranche keinen Halt. Während man sich zunächst auf die großmaschinelle Herstellung von textilen Flächen und deren Verarbeitung konzentrierte, forschten Wissenschaftler seit den 1980er Jahren intensiv an der Gewinnung neuer Fasern. Die komplexer gewordenen Gesetze zum Anbau von natürlichen Rohstoffen wie Baumwolle oder Leinen und das Verlangen nach besseren Eigenschaften waren der Grund für die ersten chemisch hergestellten Fasern. Doch bald fand sich auch eine Möglichkeit, aus mitteleuropäischen Rohstoffen Textilien herzustellen.

 

Wie wird Modal-Stoff hergestellt?

Modal wird grundsätzlich aus Buchenholz hergestellt und ist somit eine reine Cellulose-Faser. Dabei wird das Rohmaterial entrindet, in kleine Späne abgespalten, aufbereitet und schließlich in einem maschinellen Spinnverfahren über Düsen zu einem Fasermaterial zusammengesponnen. Diese Vorgänge können rein industriell durchgeführt werden, weshalb Modal von vielen Textilherstellern und Modefachleuten zu den Chemie- und Synthetikfasern gezählt wird - trotz seiner natürlichen Herkunft.

 

Elastisch, formbeständig, knitterfrei? Welche Eigenschaften zeichnen den Modalstoff aus?

Doch besonders der natürliche Ursprung von Modal macht die Faser so einzigartig und beliebt. Die grundsätzlichen Eigenschaften der Faser sind denen der Viskose sehr ähnlich. Modal ist elastisch und formbeständig. Das sorgt dafür, dass die Fasern auch nach etlichen Maschinenwaschgängen weich und angenehm tragbar bleiben. Zudem ist Modal knitterarm, was in der Modebranche auch gerne als 'bügelleicht' bezeichnet wird. Der große Vorteil, der für den hohen Tragekomfort sorgt, ist allerdings die hohe Feuchtigkeitsaufnahme von Modal. Zusammen mit der Hitzbeständigkeit ist Modal deshalb die ideale Faser für alle Textilien, die körpernah getragen werden sollen. Die praktischen Eigenschaften machen es zudem zur perfekten Faser für moderne Menschen, denn die Pflegeleichtigkeit von Modal spart kostbare Zeit.

 

Warum Modal und nicht Viskose oder Baumwolle?

Gegen Viskose und Baumwolle ist rein gar nichts einzuwenden, denn sie sind in ihren technologischen Eigenschaften eng mit Modal verwandt. Doch Modal selbst gilt auch als "die bessere Viskose". In erster Linie hängt das mit dem breiten Spektrum an positiven Eigenschaften zusammen, die Modal mitbringt. Wo Baumwolle oder Viskose rascher "versagen", also brüchig werden oder aus der Form kommen, weist Modal eine längere Lebensdauer auf und ist dabei zusätzlich angenehmer zu tragen. Denn die weichen und glatten Fasern des Modal bieten selbst Allergikern und Menschen mit sensibler Haut einen hohen Tragekomfort.