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Was ist Elastan?

Alles Wichtige zu Elastan im Überblick

  • Elastan ist eine synthetisch hergestellte, sehr dehnbare Faser, die auch als Elasthan oder Spandex bekannt ist. Es ist extrem elastisch und findet immer wieder in seine Ursprungsform zurück, wodurch es eine hohe Formbeständigkeit aufweist. Weitere positive Eigenschaften: Es ist reißbeständig, knitterfrei, leicht und gut färbbar, bildet keine Knötchen (Pilling) und nimmt nur wenig Feuchtigkeit auf.

  • Elastan zählt zu den wichtigsten elastischen Fasern in der Textilindustrie. Es wird meist in kleinen Mengen anderen Materialien beigemischt, um Stoffe dehnbarer, formstabiler und komfortabler zu machen.

  • Typisch für Elastan ist seine hohe Elastizität: Die Faser kann sich stark dehnen und kehrt anschließend wieder in ihre ursprüngliche Form zurück. Dadurch verbessert sie die Passform und Bewegungsfreiheit von Kleidung deutlich. Elastan kommt selten allein zum Einsatz, sondern wird überwiegend in Mischgeweben verwendet, etwa in Kombination mit Baumwolle, Polyester, Viskose oder Polyamid.

  • Elastan hat die Modewelt revolutioniert. Es wird häufig in Bereichen eingesetzt, in denen Elastizität und Passgenauigkeit wichtig sind, beispielsweise bei Sportbekleidung, Bademode, Jeans und Strumpfhosen. Gerade bei Sportbekleidung ist es beliebt, da es passgenau anliegt und ein angenehmes Tragegefühl bietet – selbst in Mischgeweben.

Was ist Elastan für ein Material?

Elastan ist eine synthetische Faser auf Basis von Polyurethan. Dabei handelt es sich um einen Kunststoff, der sich so verarbeiten lässt, dass besonders elastische Fasern entstehen. Die Faser veränderte die Textilindustrie grundlegend, weil sie Stoffen eine zuvor kaum erreichte Dehnbarkeit verleihen konnte. Heute gehört Elastan zu den wichtigsten Funktionsfasern und wird weltweit in zahlreichen Kleidungsstücken eingesetzt.

Bereits geringe Mengen reichen aus, um die Eigenschaften eines Stoffes deutlich zu verändern. Oft genügen zwei bis fünf Prozent Elastan, um die Passform, den Tragekomfort und die Bewegungsfreiheit spürbar zu verbessern.

Wann wurde Elastan erfunden?

Elastan wurde Ende der 1950er-Jahre entwickelt. Als einer der wichtigsten Wegbereiter gilt der US-amerikanische Chemiekonzern DuPont, der die Faser unter dem Markennamen Lycra bekannt machte. Ziel war es, eine elastische Alternative zu Naturkautschuk zu schaffen. Die neue Faser erwies sich als besonders langlebig, leicht und widerstandsfähig gegenüber häufigem Dehnen. Seit seiner Einführung hat sich Elastan in zahlreichen Bereichen etabliert und ist heute aus vielen Kleidungsstücken nicht mehr wegzudenken.

Woraus besteht Elastan?

Elastan besteht überwiegend aus Polyurethan. Dieser Kunststoff zeichnet sich durch seine hohe Elastizität aus und kann zu feinen Fasern verarbeitet werden, die sich stark dehnen lassen. Anders als Naturfasern wie Baumwolle oder Wolle wird Elastan vollständig synthetisch hergestellt. Die Faser besitzt dadurch andere Eigenschaften als pflanzliche oder tierische Materialien.

Wie wird Elastan hergestellt?

Für die Herstellung von Elastan werden Polyurethan-Verbindungen zu einer zähflüssigen Masse verarbeitet. Diese wird durch feine Düsen gepresst, sodass dünne Filamente entstehen. Anschließend werden die Fasern gehärtet, zu Garnen zusammengeführt und auf Spulen aufgewickelt. Die fertigen Elastangarne können danach mit anderen Fasern kombiniert und zu Stoffen verarbeitet werden.

Da Elastan selten allein verwendet wird, erfolgt die Weiterverarbeitung meist in Mischgeweben. So lassen sich die elastischen Eigenschaften gezielt mit den Vorteilen anderer Materialien verbinden.

Welche Eigenschaften hat Elastan?

Die wichtigste Eigenschaft von Elastan ist seine hohe Elastizität. Dadurch verbessert Elastan die Passform vieler Kleidungsstücke. Stoffe passen sich besser an den Körper an, ohne ihre Form dauerhaft zu verlieren.

Ein weiterer Vorteil ist die Formbeständigkeit. Kleidung mit Elastan-Anteil bleibt auch nach wiederholtem Tragen und Waschen in Form. Gleichzeitig ist die Faser sehr leicht und trägt kaum zum Gewicht eines Stoffes bei.

Elastan selbst nimmt nur wenig Feuchtigkeit auf und ist nicht atmungsaktiv. Welche Eigenschaften ein Stoff letztlich besitzt, hängt daher maßgeblich von den anderen verwendeten Fasern im Mischgewebe ab.

Empfindlich reagiert Elastan vor allem auf hohe Temperaturen. Häufiges Waschen bei hohen Temperaturen oder intensive Hitze im Trockner können die Elastizität der Fasern langfristig beeinträchtigen.

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Wofür wird Elastan verwendet?

Elastan wird vor allem dort eingesetzt, wo Bewegungsfreiheit, Passform und Tragekomfort eine wichtige Rolle spielen. Da bereits geringe Mengen die Eigenschaften eines Stoffes deutlich verändern können, findet sich die Faser in zahlreichen Kleidungsstücken.

Typisch ist die Verwendung in Jeans, Leggings, Damenkleidern oder körpernah geschnittenen Oberteilen. Auch Unterwäsche, Badebekleidung sowie Sport- und Funktionskleidung enthalten häufig Elastan. Je nach Kombination mit anderen Fasern entstehen unterschiedliche Materialeigenschaften:

  • Baumwolle mit Elastan: weich, hautfreundlich und leicht dehnbar – häufig in T-Shirts, Jeans oder bequemer Alltagskleidung zu finden.

  • Polyester mit Elastan: strapazierfähig, formstabil und schnelltrocknend – typisch für Sport- und Funktionskleidung.

  • Viskose mit Elastan: weich, fließend und elastisch – beliebt für figurbetonte Kleidung mit angenehmem Fall.

  • Polyamid mit Elastan: besonders elastisch und robust – häufig bei Badebekleidung und enganliegender Sportmode.

  • Wolle mit Elastan: wärmend und formstabil, dabei flexibler als reine Wolle – oft bei körpernahen Strickwaren eingesetzt.

Wie pflegt man Kleidung mit Elastan richtig?

Kleidung mit Elastan sollte möglichst schonend behandelt werden, um die Elastizität langfristig zu erhalten. In den meisten Fällen sind Temperaturen zwischen 30 und 40 Grad sowie das Pflegeleicht-Programm der Waschmaschine empfehlenswert. Eine Schleuderdrehzahl von etwa 800 bis 1.200 Umdrehungen pro Minute reicht in der Regel aus und schont die Fasern. Auf Weichspüler sollte verzichtet werden, da er die Elastizität beeinträchtigen kann.

Hohe Temperaturen im Wäschetrockner zählen zu den häufigsten Gründen für nachlassende Elastizität. Deshalb empfiehlt sich die Lufttrocknung oder ein besonders schonendes Trocknerprogramm. Beim Bügeln sollten niedrige Temperaturen gewählt werden, da starke Hitze die Fasern dauerhaft schädigen kann.

Häufige Fragen zu Elastan

Was ist der Unterschied zwischen Elastan, Lycra und Spandex?

Die Begriffe Elastan und Spandex bezeichnen dieselbe Faser. Während in Europa überwiegend die Bezeichnung Elastan verwendet wird, ist in Nordamerika vor allem der Begriff Spandex gebräuchlich.

Lycra ist dagegen kein eigener Fasertyp, sondern ein Markenname für Elastanfasern. Ein Stoff mit Lycra besteht daher ebenfalls aus Elastan, stammt jedoch von einem bestimmten Hersteller beziehungsweise erfüllt bestimmte Markenstandards. Im Alltag werden die Begriffe häufig synonym verwendet. Technisch betrachtet sind Elastan und Spandex Materialbezeichnungen, während Lycra eine Markenbezeichnung ist.

Welche Rolle spielt Elastan in Jeans und Alltagskleidung?

Elastan sorgt in Jeans und Alltagskleidung vor allem für mehr Bewegungsfreiheit und Tragekomfort. Bereits geringe Mengen machen den Stoff dehnbarer und verbessern die Passform. Dadurch können sich Kleidungsstücke besser an den Körper anpassen, ohne auszuleiern oder einzuengen.

Ist Elastan schädlich?

Elastan gilt bei normaler Verwendung in Kleidung als gesundheitlich unbedenklich. Die Faser wird seit Jahrzehnten in zahlreichen Textilien eingesetzt. Wie bei vielen anderen Materialien können empfindliche Personen auf bestimmte Ausrüstungen oder Farbstoffe reagieren. Dies betrifft jedoch nicht zwangsläufig die Elastanfaser selbst.

Wie nachhaltig ist Elastan?

Elastan wird aus synthetischen Rohstoffen hergestellt und ist nicht biologisch abbaubar. Dadurch fällt seine Umweltbilanz in der Regel schlechter aus als die vieler Naturfasern. Gleichzeitig wird Elastan meist nur in geringen Mengen eingesetzt. Die verbesserte Passform und Formbeständigkeit kann die Lebensdauer von Kleidung verlängern. Das spart auf lange Sicht Ressourcen.

Ist Elastan atmungsaktiv?

Elastan selbst ist nicht atmungsaktiv. Die Luftdurchlässigkeit eines Stoffes hängt daher vor allem von den Fasern ab, mit denen Elastan kombiniert wird. Baumwolle sorgt beispielsweise für eine gute Luftzirkulation, während Polyester Feuchtigkeit schneller vom Körper wegtransportieren kann. Die Eigenschaften des Mischgewebes ergeben sich aus dem Zusammenspiel aller verwendeten Materialien.

Was ist der Unterschied zwischen Elastan und Baumwolle?

Baumwolle ist eine natürliche Pflanzenfaser, während Elastan eine synthetische Kunstfaser ist. Baumwolle zeichnet sich vor allem durch Hautfreundlichkeit, Atmungsaktivität und Feuchtigkeitsaufnahme aus. Elastan wird dagegen eingesetzt, um Stoffe elastischer und formbeständiger zu machen. Deshalb werden beide Materialien häufig miteinander kombiniert.

Was ist der Unterschied zwischen Elastan und Polyester?

Elastan und Polyester gehören zu den synthetischen Fasern, erfüllen jedoch unterschiedliche Aufgaben. Polyester wird vor allem wegen seiner Strapazierfähigkeit, Formstabilität und schnellen Trocknung geschätzt. Elastan dient dagegen hauptsächlich dazu, Stoffen Dehnbarkeit und Flexibilität zu verleihen. In vielen Textilien werden beide Fasern gemeinsam eingesetzt, um ihre jeweiligen Vorteile miteinander zu verbinden.

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